Über uns

Mietenwahnsinn Nord, das ist ein Zusammenschluss von Nachbarinnen und Nachbarn aus Wedding und Moabit, die gegen Verdrängung und steigende Mieten in ihren Kiezen kämpfen. Wir verstehen uns als lokaler Ableger des Bündnis‚ Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn‘.

Als Aktivisten setzen wir unseren Schwerpunkt derzeit auf Leerstand, also leerstehende Häuser und Wohnungen, und die illegale Vermietung von Wohnraum als Ferienwohnungen.

Wie arbeiten wir?

Beim Thema Leerstand recherchieren wir erst einmal vor Ort, sprechen mit den Nachbarinnen und Nachbarn oder anderen lokalen Initiativen, um Details und Hintergründe zu erfahren. Zudem schauen wir, ob es in der Vergangenheit schon Berichte in den Medien oder Anfragen bei der Bezirksverordnetenversammlung gab.

Im nächsten Schritt machen wir auf den Leerstand aufmerksam:

  • Leerstand mit Details beim Bezirksamt melden
  • Aktionen vor Ort: Flyer in der Nachbarschaft, Plakate, Demos
  • Ergebnisse unserer Recherchen veröffentlichen
  • Pressearbeit

Unser Ziel ist es, kontinuierlich Druck auf das Bezirksamt aufzubauen. Leerstand muss beseitigt und dem Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden.

Wie kannst Du mitmachen?

Nimm an unseren regelmäßigen Treffen teil und schließe Dich einer unserer Arbeitsgruppen an: Leerstand oder AirBnB.

Wann und wo?

Alle zwei Wochen donnerstags 19 Uhr im Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Straße 74. Achtung: wegen der Corona-Pandemie finden unsere Treffen im Moment online statt. Melde Dich gern per eMail bei uns: mietenwahnsinn-nord[ät]riseup.net

Wenn Du ein leerstehendes Haus in Deiner Nachbarschaft kennst, kannst Du uns ebenfalls anschreiben. Wir nehmen es in die Liste der zu recherchierenden Häuser auf oder ergänzen Deine Details zu bestehenden Recherchen.

Zudem empfehlen wir die Wohnung(en) oder das Haus auch direkt beim Bezirksamt zu melden.

Folge uns auch auf Twitter. Retweets können uns helfen, mehr Sichtbarkeit zu erhalten.

Was fordern wir?

Artikel 28 (1) der Verfassung von Berlin:
“Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum.”

Deshalb fordern wir:

1) bestehende Gesetze tatsächlich umsetzen

Das Bezirksamt Berlin-Mitte muss endlich die ihr zur Verfügung stehenden Mittel des Zweckentfremdungsverbot-Gesetz (ZwVbG) voll ausschöpfen um den in Wedding und Moabit bereits verfügbaren Wohnraum vollständig zu nutzen . Zu diesen Mitteln zählen:

  • Rückführung von Wohnungen / Häuser zum Wohnungsmarkt anordnen
  • Bußgelder verhängen, die auch weh tun
  • Treuhänder*innen einsetzen, welche die Rückführung mit allen erforderlichen Maßnahmen durchsetzen

2) Nachbarschaft sichern

Rückführungsmaßnahmen, die ergriffen werden, müssen die Mieter*innen-Struktur in unseren Kiezen sichern und besonders bedürftigen Menschen bevorzugten Zugang zu diesem Wohnraum bieten.

Zudem teilen wir auch die Forderungen weiterer Initiativen: